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Milow und die Geschichte seiner Rettung

 

 

Dienstag, der 03.04.2012

 

Heute erhielten wir einen Anruf von der Gemeinde Edermünde. Es gäbe einen interessanten Fall, den es zu Lösen gilt: In Edermünde-Besse wäre eine kleine Katze in einen Keller-Fensterschacht gefallen und sie würde alleine nicht mehr dort rauskommen.

 

Der Mitarbeiter der Gemeinde war bereits am Vormittag vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und schilderte diese wie folgt: Die Öffnung des alten Kellerfensters befände sich in Straßenhöhe, etwa 30cm weit gehe es schräg nach unten, dann ca. 1,50m gerade runter und er wüsste keine Lösung zur Befreiung der kleinen Katze.

 

Gegen 15 Uhr fuhren dann Tierheimleiterin Frau Wiegard und ein ehrenamtlicher Mitarbeiter (Hr. Schacht) nach Besse, um sich die Situation vor Ort anzusehen. Schon während der Fahrt wurden verschiedene Befreiungsmöglichkeiten durchdacht, so zum Beispiel das Hinunterlassen eines Tuches oder einer Leine mit einem Körbchen oder Ähnlichem, an dem sich das Kätzchen festkrallen und dadurch hochgezogen werden könnte.  Vor Ort zeigte sich dann aber schnell, dass diese Möglichkeiten nicht praktikabel wären, denn durch die Enge des Schachtes war kein Einsehen bis zum Boden möglich und erst recht nicht das Hinunterlassen einen Körbchens.

 

Von der Kellerseite aus konnte das Kätzchen gehört werden, ein Herankommen war jedoch nicht möglich.

 

(Kelleraußenseite)

 

(vergrößerte Ansicht - da ist der kleine Kerl reingefallen)

 

 

(Kelleraußenseite - jetzt gesichert)

 

Schnell wurde von Seiten des Tierheims klar, dass nur ein Aufbrechen der Wand die Rettung des Tieres sichern könnte. Die Hausbesitzer wurden überzeugt, dass ein Loch her muss. Nur an welche Stelle? Die betreffende Wand hatte eine Länge von gut 4m! Glücklicherweise schaffte es die Hausbesitzerin, die kleine Katze in die Ecke Richtung Wand „festzusetzen“, indem sie ein Betttuch vor diese runterließ. Mit Erlaubnis des Eigentümers, der dem Tierheimmitarbeiter auch die nötigen Werkzeuge übergab, wurde anschließend ein Loch in die Kellerwand geschlagen. Hierbei musste sehr vorsichtig vorgegangen werden - immer wieder wurde durch Lauschen überprüft, ob die kleine Katze sich noch in der Ecke befand -, denn sie sollte ja nicht verletzt werden!

Nach wenigen Minuten war es geschafft; das Loch war groß genug, um mit der Hand hinein zu greifen ... doch, oh Schreck, der Arm war nicht lang genug… .

 

(Kellerinnenseite mit aufgestemmten Loch)

 

(vergrößerte Ansicht)

 

Nach kurzem warten und ein paar Lockrufen der Tierheimleiterin kam die Kleine dann ganz von selbst zum Loch gekrabbelt! Und siehe da: es handelt sich um ein ca. 4 Wochen altes Kätzchen! Genauer gesagt ein Katerchen!

 

 

Der Kleine, der mittlerweile den Namen Milow erhalten hat, wurde auf Verletzungen untersucht und für gesund befunden! Er hat den tiefen Sturz ohne einen Kratzer überstanden.

 

  

 

 

Nun sitzt Milow auf einer Pflegestelle des Tierheim Beuerns und lässt sich verwöhnen. Auf dass er mal ein stattlicher Kater wird!

 

Die Tierheimmitarbeiter bedanken sich bei den Hausbewohner für ihre tierfreundliche Entscheidung und Unterstützung! Ohne das Loch in der Wand, wäre der Kleine verhungert…

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