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Happy ist happy!!! **vermittelt Mai 2016**

 

"Was lange währt, wird endlich gut" oder "Happy ist happy", wie es uns ihre neuen Besitzer mitgeteilt haben :-)

Sicher haben sich schon einige gewundert, dass Happy seit Wochen auf "reserviert" steht, doch noch nicht zu den "Glückspilzen" "umgezogen" ist.

Das hat seinen Grund: Wir wollten sie nicht einfach so sang-und klanglos in die Rubrik "Glückspilze" packen, ohne DANKE zu sagen.

an alle Paten, Spender, Gassigänger, Ehrenamtliche und alle, die mit Happy Zeit verbracht haben, sie finanziell unterstützt haben, an ihrem Schicksal anteil genommen haben und auch vielen lieben Dank an die neuen Besitzer, die unseren Traum von einem tollen Zuhause für unsere Prinzessin haben wahr werden lassen!

Wir freuen uns unendlich, dass diese tolle Hündin nach fast 4 Jahren im Tierheim ein so schönes Heim gefunden hat und nun ihre eigenen Menschen hat, die sich genauso liebevoll um sie kümmern, wie wir es hier in den vergangenen Jahren getan haben.

Mit Erlaubnis der neuen Besitzer finden Sie/Ihr anbei 5 tolle Berichte aus Happys neuem Zuhause, die uns noch einmal verdeutlicht haben, dass sich ein "Dreamtrio" gefunden hat :-). Viel Spaß beim Lesen.

Bericht vom 21.5.2016 - Happy? Happy wird happy!!!

Liebe Frau Reubert,

liebe Tierheim-Mitarbeiter,

 

HAPPY ist ein Schatz und unheimlich lieb! Es geht gar nicht anders: man muss sie einfach mögen!!!

Die Fahrt gestern von Beuern nach Hause verlief absolut problemlos. Happy suchte und hatte während der ganzen Fahrt Körperkontakt mit meiner Frau, genoss das Kraulen und saß fast die ganze Zeit; sie blickte zwischen den Rückenlehnen der Vordersitze durch, als müsste sie auf den richtigen Weg achten und dass der Alte am Steuer nicht aus Versehen umdreht.

Nach dem Rausheben zu Hause erstmal Maulkorb und Leine weg (endlich!) und Wasserschüssel herbei, dann machten wir mit Happy eine erste Besichtigungsrunde durch den Garten. Die Begegnung mit unseren Katzen verlief neugierig-verhalten und mit relativ geringer Distanz, und wir endeten auf unserem "Schmuse-Bänkchen", unweit des Gartentores in einer Heckennische. Happy genoss die Kraulerei und konnte kaum genug kriegen, verlangte nach mehr, liess sich schliesslich auf unsere Füsse fallen und drehte sich auf den Rücken.  Der Weg führte dann zur Terrasse, meine Frau holte in der Küche Wasser für Menschen, und als sie wiederkam, verfolgte unsere Katze, auf der Terrasse sitzend, voller Be- oder Verwunderung Happys erstes Vollbad im kleinen Teich unterhalb der Terrasse. Auf dem Weg zum Rasen schüttelte sich Happy die Garnitur aus Wasserlinsen und anderen Wassergewächsen vom Leib, wälzte sich ausgiebig auf dem Gras, lief ein bisschen umher und dann zielstrebig und eilig zum Schmuse-Bänkchen. Dessen Sitzfläche wurde ausgiebig beschnuppert und dann, sich davor legend, vereinnahmt. Happys Ruhebegehren wurde immer wieder gestört durch allerlei Geräusche in der Nachbarschaft. Hundegebell war nicht wirklich interessant, eher wenn es irgendwo schepperte oder Stimmen zu hören waren. Happy verfolgte alles sehr aufmerksam und wie es sich halt für einen HSH gehört. Wir beobachteten das sehr erfreut vom Erkerfenster aus und stellten fest, dass Happy auch bellen kann, aber nur sparsam davon Gebrauch macht. Als Happy wieder zur Ruhe gekommen war und vor sich hin döste, ging ich über die Terrasse zum Rasen und langsam und ruhig auf Happy zu. Sofort bemerkte sie mich, riss den Kopf hoch, knurrte heftig, bellte, stand auf, baute sich auf und kam verhalten-beschleunigt direkt auf mich zu. Ich sprach sie mit Namen an, Happy hielt kurz inne, beschwichtigte und kam voller Freude auf mich zugerannt. Es gab ganz viele Streicheleinheiten. Also: Security-Prüfung auf Anhieb bestanden!

Wenig später gingen wir unsere Wald-Feld-Runde spazieren, an der Leine zwar, aber ohne Maulkorb natürlich. Wir wussten nicht, dass auch Hündinnen so zahlreich markieren können - es gab einfach viel zu viel zu beschnuppern. Wir gingen ein ganzes Stück weiter und länger als vorgesehen, aber Happy steckte das erstaunlich locker weg, vermutlich ist die "Welt" doch informativer als das "Beuerner Tagblatt" (ich glaube aber, sie hat heute ein wenig Muskelkater!). Nach dem Füttern (sie frisst sehr ruhig und langsam und gemäss der Empfehlung "Gut gekaut ist halb verdaut") liessen wir Happy mal 2 Stunden allein im Garten, standen aber voller Neugier in unserem Ausguck. Happy war rechtschaffen müde. Zwischendurch entdeckte Happy ihre Vorliebe für Eicheln des letzten Jahres. Sie grub sie im Garten aus und verspeiste sie genüsslich. Wir werden beobachten, ob in Happys Bauch ein Eichenwald wächst.

Später waren wir nochmal bei Happy. Gegen 21.30 Uhr holte ich sie ins Haus, und sie kam gerne rein. Als wir zu Bett gingen, legte sich Happy vor das Bett meiner Frau, gegen Mitternacht wechselte sie zu mir. Happy schläft sehr ruhig, atmet sehr gleichmässig und tief und schnarcht etwas. Heute früh beim Aufstehen grosse Freude. Ich liess Happy zur Haustür raus, davor stand unser Kater. Beide einigermassen überrascht, Abstand Nase-Nase 25 cm, aber keine Panik, kein Geknurre oder Gefauche. Happy ging betont cool am Kater vorbei und ihres Wegs. Prima.

Der heutige Tag verlief - bis jetzt - problemlos. Happy ist sehr anhänglich und kontaktbedürftig, weicht kaum von der Seite, ist aber nicht aufdringlich. Sie ist - im Vergleich zu ihrem Vorgänger "Leo" - sehr gut und einfach zu "handlen". Sie kennt eine ganze Reihe von Kommandos und führt diese auch zeitnah und meist zuverlässig aus. Mitunter macht Happy verständlicherweise einen unsicheren Eindruck und denkt sichtbar nach; wir helfen ihr dann beim Auflösen, und alles wird gut. Es sind halt gar so viele Eindrücke, die das kleine Hundchen verarbeiten muss! Happy ist sehr interessiert an allem und neugierig - und aufmerksam und wachsam.

Nachher gehen wir wieder spazieren.

Soweit unser erster Bericht, unsere Beobachtungen und Einschätzungen. Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüsse, auch von meiner Frau

Wolfgang

 

P.S.: Ich hoffe, dass Ihnen diese mail nicht zu ausführlich ist, aber wir glaubten gestern schon recht gut zu spüren, dass Ihnen der Abschied von Happy nach vier Jahren engagierter und liebevoller Pflege trotz aller Professionalität doch auch ein wenig schwer fiel.

Wir sagen ganz herzlich  Ihnen allen DANKE für alles, was Sie für Happy getan haben! 


 Bericht vom 23.5.2016 - Happy 2

Liebe HAPPY-Fangemeinde,

nun ist Happy schon 3 Tage bei uns.

 

Von unserem Spaziergang am Samstag Nachmittag gibt es nichts besonderes zu berichten. Happy ist sehr interessiert an allem und was da so kreucht und fleucht (egal ob Hase oder Jogger). Wald scheint sie nicht wirklich zu kennen; sowie es im Unterholz oder Gebüsch raschelt oder knackt, baut sie sich auf und stellt die Ohren, bis der  (nichtige) Anlass geklärt ist. Dann geht es munter geschnuppert weiter bis zum nächsten Knacken. Offenbar müssen alle Hunde zum Trinken in einem Bach bis zum Bauch im Wasser stehen.

Am Samstag Abend sass ich bis 10 Uhr auf der Terrasse, Happy lag, weil die Terrassentür offenstand, auf dem Teppich im Esszimmer, vor dem (raumhohen) Fenster, blinzelte ab und zu mal zu mir rüber, und sie machte insgesamt einen recht zufriedenen und äusserst entspannten Eindruck. Zweimal wurde Happy durch Geräusche in der Nachbarschaft gestört; wie gestochen sprang sie auf  (mit Gefahr für die umstehende Deko im Zimmer) und auf die Terrasse, klärte knurrend und bellend kurz aber deutlich ihre Präsenz und - kam dann eilig zu mir, um sich Lob und Anerkennung und ein paar Streichler mit Körperkontakt abzuholen. Ich staune, wie ungeheuer flink dieses Hundchen ist. Die Nacht verbrachte Happy ruhig und total entspannt, wieder vor dem Bett meiner Frau.

Am Sonntag morgen gegen 6 Uhr liess ich Happy zur Haustür raus und wir machten uns zum Spaziergang fertig. Sie freut sich sehr, wenn sie mich mit Geschirr und Leine kommen sieht, und springt förmlich hinein ins Halsband. Wir waren auf dem Weg zum Waldeingang etwa 50 Meter unterwegs, als Happy stur wie ein Esel stehen blieb und nur noch zurückblickte: da fehlt doch noch jemand! Happy war beim besten Willen nicht zum Weitergehen zu bewegen, also ein Stück im Eiltempo zurück, Bestechung mit Leckerli, und auf der anderen Strassenseite ging es dann. Unterwegs blieb Happy immer wieder stehen und drehte sich um. Zuhause mache ich danach immer noch einen Rundgang im Garten, Happy folgte interessiert. An einem zum Nachbar hin durchschaubaren Zaunstück im Bereich von dessen Eingangstreppe blieb Happy wie erstarrt stehen: die Nachbarin lustwandelte auf der Treppe und trug dazu einen langen, wallenden und stoffreichen weissen Morgenmantel, das Haupthaar hatte die Nachbarin mit bunten Lockenwicklern verziert. Happy war ausgesprochen überrascht angesichts dieser Erscheinung, knurrte sehr leise und verhalten und drückte sich ganz fest an mich. Ich beruhigte Happy dahingehend, dass sie vor Gespenstern keine Angst haben muss. Wir setzten unseren Rundgang fort, und es gab Frühstück für Hund und Mensch. 

Langsam aber sicher erforscht Happy stückchenweise den Garten und vereinnahmt ihn. Ihre Wachsamkeit ist noch etwas unkontrolliert; es wird eine Weile dauern, bis sie viele Geräusche und Ereignisse als normal und unwichtig abspeichert.

Beim Fressen meint Happy, die Tabletten aussortieren zu müssen. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit sich selbst von kleinen Tabletten und deren Bruchstücken (wie kann man nur 3/4 Tabletten verordnen!) die Nassfutter-Sauce ablecken lässt. Aber ich lerne auch dazu: seit dem 2. Füttern bei uns werden die Tabletten gemörsert  über das Futter gestreut. Dann gelangt die Arznei bestimungsgemäss in den Hundemagen.

Im Sommer nehmen wir die mittäglichen und abendlichen Mahlzeiten gerne auf der Terrasse ein. Das geht problemlos in Happys Beisein, auch wenn sie grosses visuelles und olfaktorisches Interesse an unserer Speisenauswahl zeigt. Ein Leckerli schafft Abhilfe, und Happy rollt sich unter dem Tisch oder in seiner Nähe zusammen. Je nach Dauer unserer Speiseneinnahme ist zwischendurch ein zweites Leckerli als Nachschub vonnöten. "Schnäuzchen vom Tisch" klappt schon ganz gut.

Heute früh verabschiedeten Happy und ich meine Frau, als diese zur Arbeit fuhr. Wir übten Gartentor auf, Auto raus, Gartentor wieder zu. Das erste Viertel des folgenden Spaziergangs von Happy und mir verlief normal, beim zweiten Viertel wurde Happy immer langsamer und blickte immer wieder zurück. Objektiv gesehen exakt nach dem zweiten Viertel des Weges war Happy wie ausgewechselt und beschleunigte vorwärts. Offenbar hatte ihr ihr GPS mitgeteilt, dass das verbleibende Wegstück jetzt kürzer ist als das zurückgelegte. Die letzten einhundert Meter hatte Happy als Jogging-Einheit vorgesehen - Gott sei Dank kennt sie inzwischen unsere Hausnummer!  

Soviel für heute.

Herzliche Grüsse

Wolfgang


 Bericht 3: Stand 27.5.2016

Liebe HAPPY-Fangemeinde,

 

inzwischen hat Happy das morgendliche Spaziergang-Abo von 6 bis 7 Uhr von ihrem Vorgänger übernommen. Mit Leo waren es meist etwa 5 - 6 km in ca. 1 Stunde, mit Happy sind es in fast der gleichen Zeit nur ca. 2 km  sie trödelt entsetzlich (Ähnlichkeiten mit Frauen beim Shoppen wären rein zufällig!), aber sie soll  natürlich ihre Zeit haben zum Schnuppern und zum Arbeiten. Vor allem der Wald ist hochinteressant und fordert ihre ganze Aufmerksamkeit. Wir gehen verschiedene Runden, und es ist schon erstaunlich, wie Happy nach der halben Wegstrecke wieder Richung Home-Base beschleunigt; klar: anschliessend gibt's Futter. Unterwegs blickt sie immer mal wieder zu mir auf, fast anhimmelnd oder um Bestätigung heischend, wohingegen sie Ansprache oder Berührung durch mich nicht wirklich gebrauchen kann - sie ist schliesslich bei der Arbeit!

  

Vorgestern (Mittwoch) war ein aufregender Tag. Beim morgendlichen Spaziergang sahen wir in einem Getreidefeld eine kleine Gruppe Rehe, die uns aus ca. 20 m Entfernung beäugten. Happy machte keinerlei Stress (Leine ganz locker), zeigte sich gleichwohl aber ungemein interessiert und wunderte sich über das allmähliche Verschwinden der Rehe zwischen den Pflanzen. Sie blickte noch lange hinterher und drehte sich beim Weitergehen immer wieder um. Einige hundert Meter weiter erregte ein Mäuseloch Happys Aufmerksamkeit, erst recht, nachdem zum Nebenausgang eine Maus förmlich hinausgeblasen wurde. Nach mehreren Minuten intensiver Graberei (der halbe Hund hätte in das Loch gepasst!) konnte ich Happy zum Weitergehen bewegen.  

Auf Höhe des Gartentors unseres Nachbars (Happy an gestreckter Leine) blieb sie unvermittelt stehen, setzte sich sogar. War da doch wieder das Gespenst vom Sonntag und holte eine Zeitung aus dem Briefkasten! Und das Gespenst nannte Happy auch noch beim Namen! Happy strebte vorsichtshalber lieber heimwärts zum Futter, hatte keinen Bock auf Small Talk am Morgen.

  

Happys Ruhebedürfnis am Vormittag wurde mehrfach gestört durch Ereignisse auf der Strasse und in der Nachbarschaft, bei denen sie anschlagen musste. Sie läuft nicht bis zum Gartentor, sondern bleibt auf halber Strecke stehen zwecks besseren Überblicks. Postbote und Bäckerauto sind unwichtig. Gegen Mittag aber trat ein Passant mit kleinem Hund unmittelbar an das (blickdichte) Gartentor und begehrte von mir auf ca. 30 Meter Distanz lautstark zu wissen, ob wir den grossen Hund nicht mehr hätten, und beugte sich etwas über das Tor. Wie eine Furie sprang Happy von ihrem Platz auf und schoss förmlich auf das Tor zu (ich wusste gar nicht, wie schnell so kurze Beine laufen können!), knurrte und bellte und echauffierte sich, dass ich nur staunen konnte. Happy sprang am Tor hoch (Torhöhe ca. 140 cm) und der Mann zuckte dann doch zurück und ging weiter. Happy knurrte noch ein bisschen hinterher, bis der Mann die Grundstücksecke erreicht hatte, kam dann (ungerufen und beschwichtigend) zu mir gewetzt, holte sich Lob und Streicheleinheit ab  und rannte eilends und knurrend wieder zum Tor um sicher zu sein, dass der Mann auch wirklich weg war. Wieder auf ihrem Platz, knurrte Happy noch eine  ganze Weile vor sich hin.

Als meine Frau spätnachmittags von der Arbeit kam, gingen wir nochmal eine kleine Runde spazieren. An einer praktisch blickdichten Waldecke kam uns unvermittelt ein Radfahrer mit zwei freilaufenden Kampfhunden entgegen, so etwa Happys Körpergrösse. "Meine machen nichts, wollen nur spielen" - aber der eine Hund kam Happy für deren Empfinden doch sehr zu nahe (ca. 20 cm). Happy fletschte bilderbuchmässig die Zähne und knurrte, was das Körperchen hergab - und der Kampfhund trollte sich, seinem weitergeradelten Herrn folgend. Happy beruhigte sich erstaunlich schnell.

Was für ein Tag für Happy!

  

Wie sehr doch Happys Verhalten schon an den ersten Tagen bei uns geprägt wurde: Happy schläft inzwischen wie in der ersten Nacht konsequent vor dem Bett meiner Frau.

Die Tür vom Schlafzimmer zur Diele steht bei uns abends/nachts offen. Am Dienstag Abend ging meine Frau früher zu Bett; Happy leistete ihr Gesellschaft. Ich sah im Dachgeschoss noch etwas fern. Als ich auch zu Bett gehen wollte und auf der Treppe ein paar Stufen runter gegangen war, kam aus dem Schlafzimmer eine kleine weisse Rakete geschossen,  blieb in der Schlafzimmertür stehen, knurrte und bellte mich an und stellte mich, dass einem Angst werden konnte. Ich beschwichtigte, sprach Happy an, und sie schaltete schlagartig um. Letzte Gewissheit/Sicherheit gibt ihr aber immer erst die ID-Prüfung durch Abschnuppern.

 

Happy ist unheimlich zurückhaltend, genügsam und bescheiden, und unglaublich dankbar für jeden Blick, jedes Wort und jeden Streichler - das berührt uns sehr. Sie öffnet uns ihr Herz jeden Tag ein kleines bisschen mehr, ihr Vertrauen zu uns wächst zusehends, und sie ist ungemein schmusebedürftig. Happy ist ein Geschenk, und wir sind dankbar, dass uns dieser Hund anvertraut wurde. Happy wird happy - ganz sicher!

Fortsetzung folgt!

 

Herzliche Grüsse

Wolfgang


 Bericht 4 vom 28.5.2016

Liebe HAPPY-Fangemeinde,

 

Fluginsekten um sich herum kann Happy überhaupt nicht leiden, schon gar nicht um den Kopf herum; da wird sie richtig ärgerlich und schnappt und schnappt und fängt und frisst..Die zeckenarme Zeit von Beuern ist vorbei, wir haben hier reichlich von diesen Viechern. Beim Rausmachen hat Happy keine rechte Geduld und zappelt ziemlich, wenn man zu lange an ihr herumfingert, um sie davon zu befreien.

Allein bleiben (gestern so etwa 2 Stunden) ist für Happy kein Problem (ergab Rücksprache mit Nachbarn und Gespenstern), sie freut sich aber riesig, wenn wir wieder da sind und inspiziert die Einkäufe sehr genau. Sie ist ungemein anhänglich, liegt gerne bei uns, ist dann total entspannt und ganz lieb. Wenn sie sich richtig wohlfühlt, leckt sie uns mit grosser Zartheit und Hingabe ein paar Mal die Hand.  Heute Mittag lag meine Frau mit Migräne im Bett, Happy leistete ihr sogleich und ausdauernd Gesellschaft im Schlafzimmer. Im Haus macht sie trotz ihres Forscherdrangs nichts kaputt, weiss inzwischen aber genau, wo unsere Futterküche ist und wo in der Menschenküche das grosse Glas mit den Leckerlis steht. Sie ist absolut stubenrein. Im Garten geht Happy vorbildlich auf den Wegen, ganz selten querbeet. Erleichternd kommt hinzu, dass ihre Pfötchen erheblich kleiner sind als die ihres Vorgängers, auch der Pfotendruck ist geringer. Wir staunen, wie gut sie auf Kommandos hört; z.Zt. üben wir bei unseren Spaziergängen ergänzend "Happy Stopp!", bevor es über die Strasse geht (das klappt dann später auch bei anderen Gelegenheiten), "Happy, und rüber!", wenn wir dann wirklich die Strasse überqueren, und "Happy, weiter!", wenn sie zu sehr trödelt oder irgendwo im Weg steht und man nicht vorbei kann.

An der Leine zieht Happy nicht, ab und zu dreht sie den Kopf leicht zur Seite und klappt die Ohren nach hinten, um zu prüfen, ob am anderen Ende der Leine noch der Richtige hinterherläuft.

Mittlerweile hat Happy den ganzen Garten erforscht und in Besitz genommen; er ist halt sehr gross und erscheint noch grösser, weil er durch entsprechende Anlage viele Ecken und Winkel hat.

Die ersten drei Tage bei uns waren wegen unserer beiden Katzen etwas problematisch, so dass meine Frau schon verzagen wollte. Klar, Katzen suchen bei Gefahr das Weite, Hunde wetzen dann hinterher. Beide Katzen blieben erst mal weg und konnten nicht auf den geliebten Bänken auf der Terrasse ruhen. Wir hatten am letzten Wochenende wegen des schönen Wetters (unbewusst) den Fehler gemacht, gewohnheitsmässig ausschliesslich den Hauseingang auf der Terrasse zu nutzen. Infolgedessen lag Happy, unsere Nähe suchend, ausschliesslich vor der Terrassentür - erst recht, wenn die Tür zu und wir im Haus waren. Die Katzen beäugten dann zwar aus der Ferne die Lage, trauten sich aber nicht herbei und noch nicht mal an ein auf der Hausrückseite für sie offenstehendes Fenster zwecks der Möglichkeit zur Futteraufnahme in die Futterküche zu gelangen.

Am vierten Tag schliesslich richtete ich zusammen mit Happy ein neues Plätzchen für sie ein: neben dem Seiteneingang zur Garage, mit grosszügiger Überdachung, wind- und wettergeschützt, auch schattig, mit unverbaubarem Blick zum Gartentor und zur Strasse; ausgestattet mit flauschigem Teppich (gern angenommen) und Wassernapf. Den Teppich dekorierte ich mit einigen Haaren, die Happy beim Bürsten hatte lassen müssen. Der neue Platz wurde gut und gern angenommen, und nach angemessener Trotzfrist kamen die Katzen wieder zur Terrasse und zum Fenster. Inzwischen ist die Situation wesentlich entspannter, zumal die Katzen nicht mehr rennen, sondern (fast schon provozierend mit Putzeinlagen) vorbeischreiten, und Happy springt nicht mehr jedes Mal beim Anblick der Katzen auf. Mehr zufällig ergab sich halt, dass ich in solchen Situationen beruhigend auf Happy einwirken konnte. Das wird schon! Und meine Frau hat keine Angst mehr, dass "ihre" Katzen gefressen werden.

Die Ähnlichkeiten im Verhalten von Happy im Vergleich zu ihrem Vorgänger sind erstaunlich. Oft sind es nur Kleinigkeiten wie die bei entspanntem Liegen überkreuzten Vorderpfoten oder die bei entspanntem Schlafen hinters Ohr gelegte Vorderpfote; beides sieht putzig aus. An Happys vergleichsweise hohe Stimme, vor allem wenn sie sich überschlägt (die Stimme), müssen wir uns erst noch gewöhnen; wir haben noch die Stimmlage "Bass" gespeichert.

Soviel für heute. Ich sitze am Esszimmertisch, Happy zu meinen Füssen, ab und zu den Kopf hebend und wohlig grunzend.

 

Herzliche Grüsse

Wolfgang


Bericht 5 - Stand 4.6.2016

Liebe HAPPY-Fangemeinde,

 

gestern, Freitag 3.6., haben Happy und ich gute alte Freunde von Happy besucht: die Tierarztpraxis Dr. Kusan in Homberg/Efze. Tim Lengemann hatte den Kontakt angebahnt und Frau Dr. Kusans Anliegen, ein weiteres Video von Happys Gangbild aufnehmen zu dürfen, übermittelt, und dieser Bitte entsprechen wir nur zu gerne.

Frau Dr. Kusan hatte uns wohl vorfahren und aussteigen gesehen, denn sie fing uns schon an ihrer Haustür ab. Die Art der Begrüssung von Hund und Tierärztin war für mich überraschend und beeindruckend: die Freude war beiderseits ungewöhnlich gross und die Begrüssung dementsprechend herzlich, auch bzgl. der Tierarzthelferin wenig später in der Praxis. Frau Dr. Kusan fragte als erstes nach, wie Kellermanns auf Happy gekommen wären, und ich berichtete kurz die Umstände. Frau Dr. Kusan erläuterte  dann ausführlich und interessant ihre tierärztliche Arbeitsweise als Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde, und sie bat herzlich darum, Happy auch weiterhin begleiten zu dürfen. Dieser Bitte entsprechen wir zum Wohle Happys liebend gern, aber auch aus ganz praktischen Erwägungen bzgl. der Nachsorge der Goldimplantationen, zumal ich einen ausserordentlich positiven der Praxis gewann. Wir besprachen aktuelle und frühere Blutbilder, Ernährung und Physiotherapie und vieles mehr. Abschliessend erfolgte noch Untersuchung und Blutentnahme, und Happy war dabei, auf dem Behandlungstisch stehend, lammfromm und ganz brav. Die ursprünglich geplante Gangbild-Beobachtung wurde angesichts heftiger Regengüsse auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. In der übernächsten Woche werden wir uns wieder treffen, dann auch mit der Physiotherapeutin, Frau Reiss.

Am Nachmittag rief mich Frau Dr. Kusan an: Blutbild ok, Schilddrüsen-Medikament kann ab sofort abgesetzt werden.

 

Heute früh bei unserem Spaziergang führte Happy einen bilderbuchmässigen Mäusel-Sprung vor, besser als jede Katze. Nach heftiger Graberei hatte sie schnell die Maus erwischt, war darüber aber mindestens genau so überrascht wie die Maus selbst, und das war deren Glück. Letztere kam erstmal bei Freunden in der Nachbarschaft unter.

 

Wir geben Happy nicht mehr her. Ihre Liebe, ihre Zuneigung, ihr Vertrauen zu uns wächst zusehends, und jeden Tag öffnet sie uns ihr grosses Herz noch ein Stückchen mehr. Es ist schon fast bedrückend, wie unfassbar lieb und dankbar dieser Hund in Anbetracht seiner Vor-Tierheim-Zeit sein kann. Happy ist ein Geschenk!

 

Naturgemäss wird künftig der zeitliche Abstand meiner Berichte etwas grösser. Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen allen bis jetzt  das Gefühl vermitteln konnte, dass Happy wirklich auf dem besten Wege ist, bei uns "anzukommen" HAPPY wird happy - ganz sicher!

Liebe Grüsse

Wolfgang

 



geboren 2008 - wurde am 11.11.2015 im hr4-Radio vorgestellt. Wer den Beitrag verpasst hat oder noch einmal hören möchte...einfach hier klicken


Jetzt ist Happy schon längere Zeit bei uns und nichts wünschen wir uns mehr, als ein tolles, liebevolles Zuhause mit erfahrenen Leuten, die sich mit Herdenschutzhunden auskennen oder genug Zeit und Geduld mitbringen, sich entsprechendes Wissen anzueignen. Denn Happy ist einfach nur ein Goldstück und hat ein schönes Zuhause verdient.

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Happy kam zu uns, da der Besitzer nicht mehr mit ihr zurecht gekommen ist.

Am Anfang zeigt sie sich Fremden gegenüber nämlich erstmal von einer weniger freundlichen Seite und verteidigt ihr Arreal. Gibt man ihr etwas Zeit - manchmal (je nach Sympathie) reichen wenige Augenblicke im Beisein einer vertrauten Person - wandelt sie sich jedoch in eine liebe, nette Hündin, die einfach nur geschmust werden will.

Aufgrund ihres Verhaltens ist davon auszugehen, dass Happy eine Kreuzung aus Herdenschutzhund und einer weiteren Rasse ist.

Herdenschutzhunde wurden und werden der für den Schutz und die Verteidigung der ihm anvertrauten Herde gegen Mensch und Tier gezüchtet. Da sie überwiegend zum Einsatz kommen, wenn sich der Schäfer nachts zur Ruhe legt, sie somit weitestgehend vom Hirten unabhängig und unbeobachtet agieren, setzt das einen selbstbewussten Hund voraus, der zu eigenständiger Arbeit fähig ist.

Die damit einhergehenden ausgeprägten, scharfen Sinne, lassen den Hund jederzeit registrieren, was in seiner näheren und weiteren Umgebung geschieht.

 

Auf den externen Betrachter wirkt Happy z.B. im Auslauf eher verschlafen oder inaktiv. Dies liegt zumeist daran, dass der Herdenschutzhund anders als z. B. der Hütehund die meiste Zeit dösend in seinem Revier liegt. Dennoch kann der vermeintlich dösende Hund sich in Sekundenschnelle zu einem imposanten, reaktionsschnell abwehrenden Schutzhund verwandeln. Der sparsame und sinnvolle Einsatz seiner Kräfte ist maßgebend für den effektiven Schutz seiner anvertrauten Herde.

Mit diesen genetisch bedingten Eigenschaften stellt Happy eine kleine Herausforderung dar und benötigt ein Zuhause, dass sich den Besonderheiten eines Herdenschutzhundes bewusst ist.

Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen, sind andere Hunde kein Problem und auch für Blödsinn ist sie zu haben :-)

Wenn Sie sich für Happy interessieren, kommen Sie doch einmal im Tierheim vorbei. Gassigehen ist nach Terminabsprache möglich.

    

                                           

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