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Neues von Bobtail Balou

Happy End - die Geschichte unseres Problembären Balou

Hallo Ihr Lieben,
Darf ich mich kurz vorstellen, ich bin Balou, ein 8jähriger, reinrassiger Bobtailrüde und habe nach langer Suche nun endlich mein endgültiges Zuhause bei den Heilemännern in Pratau, einem kleinen Dörfchen unweit der Lutherstadt Wittenberg, gefunden.Doch erst einmal alles auf Anfang.
Hallo, und ich bin die Silke, eine der zweibeinigen Heilemänner. Im August 2008 bin ich im Internet auf die Seite “Bobtails in Not” gestoßen, habe das Bild von Baloubärchen gesehen- und es war- Liebe auf den ersten Blick. Er hatte sofort mein Herz erobert und wenn auch dort in der Anzeige stand- schon zwei Mal wieder zurückgekommen weil er geschnappt hat- ließ ich mich davon nicht entmutigen. Blieb mir als erstes Einmal meine Männer auch davon zu überzeugen, das diese Fellnase doch zu uns passt und bei uns sein Zuhause bekommen sollte. Das war gar nicht so einfach, denn ich muss dazu sagen- wir haben schon eine 10jährige Bobtailhündin Tascha und eine 2jährige Labradorhündin Phoebe. Und 3 Hunde sind doch ganz schön viel- so mein Mann- also gut aber nur als Pflegehund. Somit war die erste Hürde genommen. Blieb mir dann nur noch das Tierheim und vor allem Conny Heise- Balous Patin- zu überzeugen, das der tollste Platz für Balou doch hier bei uns wäre. Also alle Hebel in Bewegung gesetzt- als Datum stand der 03.10. An dem Conny mit Balou zu uns kommen wollten, um zu schauen, ob es auch mit unseren 2 Weibsbildern klappt. Leider meldete sich kurz vorher ein allein stehender Mann, der Balou gern adoptieren wollte und dann wäre ja auch der Stress mit den 2 anderen Hunden nicht. Nur ließ dieser Mann nichts wieder von sich hören. Nun sollte doch für Balou ein Zuhause gesucht werden, was nicht gar so weit fort sein würde. Dann kam so langsam der Winter ins Land. Es wurde November und da Balou noch immer kein Zuhause hatte und ich ja immer weiter mit Conny in Verbindung stand, wurde doch noch einmal ein Termin gemacht, um uns mit Balou besuchen zu kommen- genau an Nikolaus. Nur das ich genau eine Woche vorher eine Email im Briefkasten hatte- Balou hat ein wunderschönes Zuhause im Odenwald bei Familie Löb- einem älteren Ehepaar- gefunden- richtig toll, mit extra Hundezimmer, Hundeklappe zum rein- und rausgehen usw.. Alles wovon ein Hundeherz nur träumen kann und nicht alles was wir ihm hätten bieten können. Trotzdem war ich tieftraurig, hatte ich mich nach so langem Hoffen doch so auf diesen großen Bären gefreut. Aber gut, natürlich freute ich mich auch für ihn- endlich raus aus dem Tierheim und ein richtiges Zuhause. Dann, nach einer guten Woche, eine neue Mail von Conny: ”Hallo, heute war für mich und Balou der schwärzeste Tag in unserem Leben- Balou ist unter Tränen von allen wieder ins Tierheim zurück gebracht worden”. Wieder  hatte er zugeschnappt und sollte nun nicht wieder zur Vermittlung stehen. Das letztere wollte ich natürlich nicht glauben- unser Familienrat tagte und wir beschlossen- wir haben nach so langer Zeit und Hoffen auch eine Chance verdient. Uns war bewusst was auf uns zukommen würde und welches Wagnis es wäre- aber trotzdem. Conny wollte es gar nicht glauben, das wir Balou trotz wiederholtem Schnappen noch immer haben wollten. Aussgerechnet zu dieser Zeit kam auch noch ein neuer Tierheimleiter nach Felsberg-Beuern und auch dieser musste überzeugt werden, das Balou doch noch eine allerletzte Chance verdient hätte. Nach hartnäckigem Nerven und auch durch Einsatz von Herrn Schlang (Tierheimleiter) hieß es dann- also wenn sie herkommen und ihn abholen, nur als Pflegehund erst einmal und auf ihr eigenes Risiko, soll Balou diese Chance nochmals bekommen. Also waren wir am Sonntag den 21.12. Auf dem Weg nach Felsberg-Beuern ins Tierheim, um Balou abzuholen. Wir lernten dort Conny Heise (Balous Patin) kennen, gingen noch eine Runde mit ihm Gassi, erledigten alle Formalitäten und dann konnte das Abenteuer beginnen- nach gut einem Jahr Tierheim… Balou hopste ins Auto und los gings.
Da war er also- UNSER WEIHNACHTSHUND.
Daheim angekommen, wurde erst einmal alles begrüßt,
Aber so richtig geheuer war es ihm noch nicht. Da gefiel es ihm im Zimmer von unserem Sohn Danilo(15Jahre) doch schon viel besser- ihn hatte er sofort in sein Herz geschlossen. Er machte Zerspiele mit dem Seil mit ihm und das war gleich Balous Ding. Die erste Nacht verbrachte er auch dort im Zimmer. Am nächsten Morgen durfte ich zur Frühschicht. Da ich nicht wusste, wie Balou auf Katzen reagiert (wir leben außerdem mit 7 Katzen zusammen), habe ich gedacht es wäre erst einmal besser Balou auf dem Hof zu lassen bis ich heim komme- gesagt- getan. Ich verabschiedete mich am Tor und er ließ sich streicheln, ich gehe noch mal zurück um zu schauen, ob ich das Hoftor auch zugeschlossen habe, will Balou noch mal streicheln und schon hatte ich mein erstes Andenken von ihm- schnappte er zu in meine Hand. Ich war so perplex, ließ es mich aber nicht anmerken und meinte nur zu ihm- denke nicht das du mir damit imponieren kannst. Es folgten in den nächsten Tagen weiter Versuche- meist wenn Balou lag und man wollte ihn noch mal streicheln- dann ging der Kopf zum Schnappen herum und auch meinen Mann in die Hand. Als er ihn dann mit Handgesten zum Abkühlen nach draußen schicken wollte- stellte er sich vor ihn fletschte seine Zähne und knurrte- ging dann aber doch nach draußen. Was musste dieser Hund nur für schlimme Dinge erlebt haben! Wir waren dann über die Weihnachtsfeiertage und Silvester/Neujahr ganz viel mit unseren Hunden gemeinsam und auch einzeln unterwegs, spielten mit ihnen, machten Zerrspiele mit dem Seil(welches Balou besonders mag) wo er sich dann auch bei Unterlegenheit auf den Rücken legte und unterwarf. Heute zurückblickend kann man sagen- es waren 2 klärende Wochen, wo wir Balou kennen lernen mussten und er uns. Und was mich bis heute noch immer beschäftigt- was muss dieser Hund in seinem bisherigen Leben erlebt haben und wie viel Schläge muss er eingesteckt haben- denn für uns ist sein Schnappen nur ein Schutzreflex für ihn (ich denke immer wenn die Hand kam und ihn Schläge spüren ließ). Während seiner Eingewöhnungszeit hat er mit unserer Phoebe beste Freundschaft geschlossen- die beiden toben so toll; haben sich wirklich gefunden. Und auch niemand würde denken, das Balou schon 8 Jahre sein soll so fit wie er ist. Unsere Tascha wird voll als Chefin anerkannt und wenn sie kommt weicht Balou zur Seite; mit Phoebe wird getobt und gekuschelt. Auch am Fahrrad läuft Balou super mit. Mit der Zeit ist dann Balou auch immer relaxter geworden. Am Anfang stand er noch ab und an knurrend vor einem, jetzt ist er total entspannt, kommt mir immer hinterher- es könnte ja ein Leckerchen für ihn herausspringen und aus unserem Schnapp- und Problembären Balou ist ein Knutsch- und Kuschelbär geworden- wirklich er kommt unentwegt knutschen, so als ob er all die Zeit nachholen muss, wo er es nicht so toll hatte. Er hat sich so toll entwickelt. Mittlerweile kann ich sogar sein Diätfutter mit normalem Futter mixen ohne das er Durchfall bekommt. Er sieht jetzt aus wie ein richtiger Hund, ist nicht mehr so spindeldürr sondern hat einige Kilos mehr auf den Rippen (musste sein Geschirr erst wieder weiter stellen) und auch sein Fell wächst und ist weich wie Teddybär- einziger Nachteil- denn Balou ruft bei jedem Spaziergang- hallo ihr Klettenbüsche alle her zu mir- da ist er wirklich ein Klettenprinz. Wir haben ihn alle so in unser Herz geschlossen, lieben ihn so sehr und möchten ihn um nichts in der Welt wieder missen. Heute, wo ich diese Zeilen schreibe zeigt er keinerlei Anzeichen mehr von jeglichem aggressivem Verhalten, im Gegenteil er ist nur noch lieb!

Hiermit möchte ich allen Leuten sagen, welche vielleicht am überlegen sind sich einen Hund zuzulegen bzw. sich einen Hund  zu holen. Leider ist es hier in Deutschland sehr oft so- wenn der Hund nicht so “funktioniert” wie gewünscht, dann muss er weg- unsere Wegwerfgesellschaft halt- keiner versucht es mit Geduld, Liebe und Erziehung. Und bei einem Tierheimhund- bitte bedenkt- diese Hunde haben eine Vorgeschichte und diese muss nicht immer rosig gewesen sein- kann einen Hund geprägt haben. Geben Sie bitte nicht so schnell auf, haben Sie Geduld und fordern sie auch ihren Hund- nicht nur ein Dach über den Kopf, was zu fressen, eine Gassi Runde und nun sei gefälligst froh darüber- nein -spielen und toben sie mit ihrem Hund herum (aber bitte auch ohne ihn zu überfordern).Ich kann nur von uns reden- schauen sie sich jetzt unseren Balou an, vom Schnapp- und Problembären zum Knutsch-, Kuschel- und Klettenprinzen.

Und falls ich noch darf- ein riesen Dankeschön an das gesamte Tierheimteam, welche noch immer fragen was Balouchen so macht, an die Familie Löb aus dem Odenwald, welche auch ihr Herz an Balou verloren hatten (danke für das tolle Hundekissen und ganz liebe Grüße), danke an “Bobtails in Not”, für ihre aufopfernde Arbeit, ohne diese Webseite wir Balou niemals gefunden hätten und das Größte und liebste Dankeschön an unsere Conny Heise, die immer an Balou geglaubt hat, immer für ihn da war (wie sagte sie vor kurzem- mein Herzenshund) und die uns und vor allem IHREN BALOU hoffentlich bald besuchen kommt


In großer Dankbarkeit für unseren tollen und super lieben Problembären
Und mit ganz viel Liebe
Silke Heilmann      


Pratau,22.03.2009

 

 

 

 

 

 

 

 

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