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HNA 14.11.2014 - Spenden dringend nötig: Hohe Kosten für Tiere auf dem OP-Tisch

Beuern. Im Tierheim Beuern werden immer wieder kranke oder verletzte Tiere abgegeben. Um die Kosten für die Behandlung der Tiere stemmen zu können, ist das Tierheim auf Spenden angewiesen.

Wurde von einem Auto angefahren: Kater Herkules musste operiert werden – rechts ein Röntgenbild des Oberschenkels.

Der Tierarzt ist Stammgast im Tierheim Beuern: Einmal pro Woche stattet er den Tieren dort einen Besuch ab, berichtet Tierheim-Mitarbeiterin Ulrike Schmiedl. Etwa 50.000 Euro Tierarztkosten fallen beim Tierheim jedes Jahr an, schätzt sie - bei außergewöhnlichen Behandlungen kann die Summe auch höher ausfallen.

„Zunächst mal muss jedes Tier, das wir aufnehmen, geimpft, gechipt und entwurmt werden“, erklärt Schmiedl. Hinzu kommt die Kastration der Tiere - und Behandlungen wegen Krankheiten und Verletzungen. „Viele Tiere leiden unter Augenkrankheiten oder Schnupfen“, sagt Schmiedl. Und auch Tiere, die bei Unfällen verletzt wurden, werden immer häufiger in Beuern abgegeben.

Zu ihnen gehört Kater Herkules: Er wurde in Gudensberg von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Eine Tierschützerin fand den etwa acht bis zehn Jahre alten Kater und brachte ihn zur nächsten Tierarztpraxis zur Erstversorgung. Dort wurden eine Fraktur des Oberschenkels und ein starkes Trauma diagnostiziert. Weiter behandelt wurde das Tier in einer Tierklinik in Kassel. Jetzt ist Herkules im Tierheim Beuern untergebracht, das sich um die Nachsorge kümmert und auch die Kosten für Operation und Heilbehandlung in Höhe von 1000 Euro übernimmt.

Wurde von einem Auto angefahren: Kater Herkules musste operiert werden – rechts ein Röntgenbild des Oberschenkels.

Doch nicht immer müssen Tiere operiert werden: Es gibt auch alternative Behandlungsmöglichkeiten. Damit soll jetzt auch den Hunden Happy, Snoopy und Baghira geholfen werden. Happy und Snoopy leiden an Gelenkschmerzen und Arthrose, Baghira an einer Hüfterkrankung. Bei unbedachten Bewegungen und Berührungen haben die Tiere extreme Schmerzen. Eine Vermittlung dieser Hunde an ein neues Zuhause ist praktisch unmöglich - zum einen, weil sie nicht gesund sind, zum anderen, weil sie aus Angst vor dem Schmerz jede Berührung meiden.

Abhilfe schaffen soll eine Goldimplantation bei der Homberger Tierarztpraxis von Dr. Evelyn Kusan. Die implantierten Goldkugeln bewirken nach Angaben des Tierheims eine Dauerakupunktur, wodurch die Schmerzweiterleitung gehemmt wird und die Tiere wieder beschwerdefrei laufen können. Im zweiten Schritt sollen die Hunde in Gangschulungen unter Anleitung von Physiotherapeutin Conni Reiß aus Densberg Muskeln aufbauen, um die Gelenke zu schonen. Die Kosten belaufen sich pro Hund auf 1500 bis 2000 Euro.

Hündin Happy hat die Behandlung schon hinter sich und ist auf dem Weg der Besserung, sagt Ulrike Schmiedl: „Sie ist jetzt ausgeglichener und läuft mit mehr Elan.“

   

Von Judith Féaux de Lacroix

Wer den Tieren helfen möchte, kann – unter den Stichworten "Herkules" „Happy“, „Snoopy“ oder „Baghira“ – spenden: Spendenkonto: 313 131 33, Kreissparkasse Schwalm-Eder, Bankleitzahl: 520 521 54, IBAN: DE69 5205 2154 0031 3131 33

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Kontakt zum Tierheim: „Ein Heim für Tiere“, Steinbruchsweg 1a, Beuern, Tel. 05662/6482

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